Aus: Inspirieren statt motivieren!

Wenn wir unsere Bestimmung, Aufgabe und Berufung miteinander in Einklang bringen, dann ist das ein wichtiger Schritt zur Bestätigung und Vertiefung unseres Lebens.

- Lance Secretan, »inspire!«-Autor -

 

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Das innere Feuer - Von der tiefen Kraft des Sinns

Von Veit Lindau

Als Coach und Trainer für Integralen Erfolg stellen mir meine Klienten oft die Frage:

Warum gibt es Ziele, für die wir bereitwillig und voller Feuer jeden Morgen aus dem Bett springen und andere, für die wir uns jeden Morgen aufs Neue motivieren müssen? Worin liegt der Unterschied??? 

Es ist der tiefere Sinn, der den wahren Wert eines Zieles ausmacht.  

Ein Ziel definiert, was du willst. Der Sinn erklärt, warum du es willst.

Wenn du aus den Augen verlierst, warum du etwas tust, verliert auch das schönste Ziel seine Anziehungskraft. Du bist nämlich keine Ziel-Erfüllungs-Maschine, sondern ein Mensch mit Herz, geboren mit einer tiefen Sehnsucht nach Sinn.

In der Geomantie bezeichnet der Begriff Leyline[1] eine unsichtbare Kraftlinie, die meist geradlinig durch die Landschaft läuft. Eine Leyline wirkt impulsgebend und wachstumsfördernd für Lebensprozesse, sie spendet Pflanzen, Tieren und Menschen Lebenskraft. Alle Naturvölker dieser Erde wussten um bestimmte Kraftplätze auf der Erde, auf der sich diese Leylines kreuzten.

Ich gehe mittlerweile davon aus, dass auch das Leben eines Menschen einer solchen Leyline folgt – der unsichtbaren Spur deines Lebenssinns. Entfernst du dich von ihr, verblasst alles. Nichts erfreut dich mehr wirklich. Dir fehlt dann die Kraft, den alltäglichen Herausforderungen mit Mut und Entschlossenheit zu begegnen. Du kannst überaus erfolgreich sein, doch wenn dieser Erfolg nicht auf deiner Leyline liegt, wird er schal schmecken. Er wird dich nicht erfüllen.

Ich begegne in meiner Coachingpraxis immer wieder Menschen, die in ihrem Job sehr erfolgreich und dennoch unglücklich sind. Sie haben auf der Jagd nach Erfolg den eigentlichen Sinn des Spiels aus den Augen verloren. Am Ende unseres Lebens steht nicht die Frage, wie viele unserer Ziele wir erreicht haben. In den letzten Minuten unseres Lebens ist nur eine Frage relevant:  „Wie treu sind wir dem tiefsten Sinn unseres Lebens gewesen?“

Wandelst du auf deiner Leyline, bist du unaufhaltbar. Du fällst vielleicht hin, doch du stehst schnell wieder auf. Selbst die schwierigste Hürde ist für dich bezwingbar, denn sie liegt auf deiner Leyline. Es gibt keine Zweifel – du wirst wie durch einen unsichtbaren Magnetismus geführt. Willst du dein Ziel möglichst leicht und sicher erreichen, ist es gut, dich im Einklang mit deiner Leyline zu bewegen.

Deshalb sind Zweifel oder Unlust immer ein guter Anlass, dich zu fragen:

Weißt du, was du wirklich-wirklich willst?

Das nährende Feuer deines Lebens entspringt seinem tieferen Sinn.  Es speist dich mit einer unpersönlichen Kraft. Einer Kraft, die weit über deinen begrenzten Ich-Willen hinausgeht.

Du kannst den Sinn deines Lebens nicht erreichen und abhaken. Du kannst ihn nur jeden Tag neu und intensiver leben oder auch verraten. Der wahre Sinn deines Lebens entspringt dem Zeitlosen, dem Ewigen.

Ziele unterliegen dem Wirken der Inflation. Was du als 20-jähriger als absolut erstrebenswert empfindest, entlockt dir mit 60 vielleicht nur noch ein mildes Lächeln. Jede noch so große Errungenschaft kommt und … geht.

Wenn alles in deinem Leben schiefläuft,

wenn die Welt unterzugehen scheint,

leuchtet das strahlende Licht deines Sinns immer noch in dir.

Wenn du dein Selbstwertgefühl vom Gelingen deiner Vorhaben abhängig machst, begibst du dich auf eine emotionale Achterbahn. Manchmal wirst du dich wie ein König und dann wie der größte Versager fühlen.

Der Sinn deines Lebens befreit und stabilisiert dich.

Er schenkt dir das ruhige Zentrum inmitten jedes Sturmes.

Im Gegensatz zu deinem Ziel, das du wählen kannst, wählt der Sinn deines Lebens dich. Er existiert bereits in dir. Er ist dein intimes Stelldichein mit dem Schicksal. Du findest ihn in keinem Buch der Welt. Kein Ehe-Partner, kein Kollege, kein Lehrer kann dir sagen, wofür du lebst. Du findest die Antwort in dir.

Sinn ist das Zentrum von allem. Geht dir der Sinn verloren, überkommt dich manchmal das Gefühl, vom Universum herum geschubst zu werden. Du landest scheinbar zufällig immer wieder in Situationen, die dich denken lassen: „Wie bin ich hier gelandet? Was hat das alles mit mir zu tun?“

Freude als Wegweiser

Es ist leicht, in dieser Welt verloren zu gehen. Damit du deinen Weg nicht aus dem Sinn verlierst, hat dir das Leben einen unbestechlichen Freund zur Seite gestellt: natürliche Freude.

Freude ist ein sanftes, leuchtendes Signalfeuer, das dir zeigt „Hey, du bist auf dem richtigen Weg!“ Wenn du auf den Leylines deines Sinnes wandelst, verspürst du Freude. Manchmal ist sie still und zart – fast zu überhören. Ein anderes Mal kommt sie als mächtige, ekstatische Welle. Dein authentischer Weg mag nicht immer bequem verlaufen, manchmal liegen Steine darauf, manchmal geht es steil bergauf oder es regnet. Dennoch begleitet dich eine tiefe, tiefe Freude – denn es ist dein Weg.

Manche Menschen setzen sich mit der Frage nach dem Sinn ihres Lebens gewaltig unter Druck, weil sie eine spektakuläre Antwort erwarten. „Es muss schon mindestens die Rettung der Welt sein!“ Der Sinn unseres Lebens entzieht sich diesen weltlichen Maßstäben. Er offenbart sich oft still und einfach. Vielleicht ist es ein einziges Wort, bei dessen Klang deine Seele aufatmet und dein Herz ruhig wird. Wenn ein Klient zu mir sagt: „Veit, ich hab keine Ahnung, was der Sinn meines Lebens ist“, frage ich ihn zurück: „Was bereitet dir Freude?“

Jedes Mal, wenn du jene natürliche Freude spürst, lebst du gerade deinen Sinn.

Kann es so einfach sein? Warum nicht?!

Vielleicht ist es spannender, zu fragen: Darf es so einfach sein?

Du musst nicht in Ehrfurcht erstarren, um den Sinn deines Lebens zu erkennen. Er liegt direkt vor deiner Nase. Sogar noch näher als nah. Die folgenden Fragen können es dir erleichtern, von ihm gefunden zu werden.

Was bereitet dir Freude?

In welchen Augenblicken jubiliert dein Herz?

Was genau zeichnet die Momente aus, in denen du spürst:

„Ja! Genau! Dafür lohnt es sich, hier zu sein. Dafür lebe ich.“?


[1] Das Wort Leys kommt von einem alten englischen Ausdruck für Waldweg `laia´, französisch `laie´.

Hinnerk Polenski in der Talk-Show “Tietjen und Hirschhausen”

Mit einem ganz besonderen Thema wartete die NDR-Talk-Show “Tietjen und Hirschhausen” in ihrer Juli-Ausgabe auf, denn als Überraschungsgast präsentierte die Sendung »inspire!«-Autor Hinnerk Polenksi. Im lockeren und sehr unterhaltsamen Gespräch mit Moderator Eckhart von Hirschhausen sprach Zen-Meister Hinnerk Polenski über die Möglichkeiten, die Zen-Meditation im Alltag entfalten kann. Unprätentiös und mit einer ordentlichen Prise Humor vermittelte er dabei, wie das Sitzen in Stille peu à peu dabei hilft, im eigenen Leben authentischer zu sein. Und da Zen keine Theorie ist, sondern sich allein in der Praxis zeigt, lud Polenski die gesamte Talk-Runde nebst Zuschauern dazu ein, in einer Mini-Meditation selbst erste Erfahrungen zu sammeln. Den Beitrag können Sie online in der NDR-Mediathek anschauen.

Buch-Tipp
Die Linie im Chaos - Zen, Ethik, Leadership von Hinnerk Polenski

5. internationaler Bleep-Kongress mit Frank Schätzing

Vom 22. bis 23. Oktober 2011 findet in der Filderhalle Leinfelden-Echterdingen/Stuttgart der 5. internationale Bleep-Kongress mit einem anschließenden Tagesworkshop zum Thema Quantenaktivismus statt. Ganz in der Tradition des gleichnamigen Kinofilms, der durch seine Popularisierung von Erkenntnissen der Quantenphysik und der Bewusstseinsforschung breite Zielgruppen für diese Themen begeisterte, werden bekannte Experten den Faden weiterspinnen. Zu den Referenten gehören der Bestseller-Autor Frank Schätzing mit dem Thema „Die Zukunft als leerer zu gestaltender Raum“ und Götz Werner, der über das bedingungslose Grundeinkommen sprechen wird. Der aus einer Brahmanen-Familie stammende Physiker Dr. Amit Goswami betrachtet das Thema “Bewusstsein ist die Grundlage jedes Seins”.  Auswahl der Kongressthemen und Referenten im Überblick:

  • Frank Schätzing
, Bestsellerautor und BLEEP-Fan: “Die Zukunft als leerer zu gestaltender Raum“
  • Bruno Würtenberger – Bewusstseinsforscher und Coach: “Die Einfachheit des Lebens!?”
  • Dr. Michael König – Quantenphysiker: “Die Urwort-Theorie: Zusammenhänge zwischen Geist und Materie”
  • Alexander Lauterwasser – Wasserforscher: “Die Urformensprache der organischen Welt”
  • Joseph Reuben Silverbird – Indianer und UN-Friedensbotschafter “Die heilende Kraft der Gedanken”
  • Dr. Klaus Volkamer – Physiker: “Der feinstoffliche Körper und seine universelle Verschränkung”
  • Udo Grube – Filmemacher und Autor: “BLEEP – oder wie man Spiritualität mit 3 Whisky-Cola verbindet”

Im Anschluss an den Kongress findet am 24. Oktober ein Tagesworkshop mit Amit Goswami zum Thema “Wie werde ich ein Quantenaktivist?” statt.

Weitere Informationen: www.bleepkongress.de

Kongress “Visionäres Wirtschaften” im Oktober 2011 in München

Am 15. und 16. Oktober 2011 findet in München der erste Kongress “Visionäres Wirtschaften” statt. Auf der Agenda stehen Vorträge und Workshops zu wirtschaftlicher Transformation, neuer Leadership, ganzheitlichem Wachstum, sozialer Verantwortung sowie dem Potential innerer Weisheit für das wirtschaftliche Handeln. »inspire!«-Autor Paul J. Kohtes wird am 16. Oktober mit einem Vortrag zum Thema “Business 3.0: mit einem neuen Bewusstsein die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistern” vertreten sein. Veranstaltet wird der Kongress von der Betriebswirtin und Marketingexpertin Adriana Casas und der Volkswirtin und Kapitalmarktexpertin Ulrike Syamken.

Weitere Informationen und Tickets

Buch-Tipps
zen@work - Manager& Meditation von Paul J. Kohtes/Willigis Jäger (Hrsg.)
Megatrends 2020 von Patricia Aburdene
Wir sind die Wirtschaft von Kai Romhardt

Gesellschaftlicher Verantwortung gerecht werden

Der Bundesweite Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) stellt seine diesjährige Jahrestagung am 22./23. September in Hamburg unter das Motto “Der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden! Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit”. Auf der Agenda stehenBest-Practice-Beispiele aus Unternehmen, Beiträge aus der Wissenschaft sowie Diskussionen und Netzwerktische. Themen von Netzwerktischen sind unter anderem “Innovation City – Energie- und Klimastrategien als Vorbild für die Zukunftsentwicklung von Städten”, “Integrierte Technologie – Roadmapping zur Unterstützung nachhaltigkeitsorientierter Innovationsprozesse (Energie/Wasser/Abwasser)” und “Dialogprozess zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit Anwohnern, Politik und regionalen Akteuren”. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der B.A.U.M.-Umweltpreis und der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis verliehen. Mit letzterem wird in diesem Jahr Professor Dr. Ibrahim Abouleish, Gründer und Vorsitzender von SEKEM, ausgezeichnet. “Durch die Gründung von SEKEM mit all seinen Unterorganisationen in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Soziales schuf Professor Dr. Ibrahim Abouleish über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren ein der Nachhaltigkeit verpflichtetes Gefüge, das durch seinen ganzheitlichen Ansatz beispielhaft ist und sowohl in Ägypten selbst als auch international zum Wohle von Mensch und Natur wirkt”, so die Jury-Begründung.

Weitere Informationen

Videos: Zen für Manager

In Kooperation mit n-tv und der Zen Leadership School hat die Hanse Merkur Versicherung zwei Clips zum Thema Zen für Manager produziert und dokumentiert darin Ausschnitte aus den Management-Trainings des Zen-Meisters und »inspire!«-Autors Hinnerk Polenski. Führungskräfte und Unternehmer wie Dr. Anja Huppertz berichten darin über die positiven Auswirkungen des Zen-Trainings auf ihre Gesundheit und ihre Führungsaufgaben im Unternehmen. “Seit ich regelmäßig meditiere, werde ich einfach nicht mehr krank”, erzählt die Diplom-Ingenieurin. Auch in ihrem Logistik-Unternehmen hat sie nach japanischem Vorbild das Zen-Training eingeführt. Viele Prinzipien des Zen könne man eins zu eins auf ein Unternehmen übertragen, sagt Huppertz: „Disziplin, Struktur, eine Verpflichtung, immer den Weg zum Besseren zu gehen - all diese Dinge lernt man im Zen.“

Clip 1, Clip 2

Buch-Tipp
Die Linie im Chaos - Zen, Ethik, Leadership von Hinnerk Polenski

Bewusstes Agieren kann die Wirtschaft verändern

Beim Jahreskongress der Deutschen Buddhistischen Union in Berlin stand in diesem Jahr das Thema “Verantwortlich handeln” auf der Agenda. Zahlreiche Experten entwickelten neue Blickwinkel auf die Wirtschaft, die sich auf buddhistische Prinzipien berufen und zu einem grundsätzlichen Umdenken herausfordern. “Wenn immer mehr Leute Bewusstheit in ihre Handlungen hineinlegen, wird sich die Wirtschaft verändern”, sagt etwa »inspire!«-Autor Kai Romhardt, Dharmalehrer, Unternehmensberater, Coach und Autor des Buches “Wir sind die Wirtschaft”. Karl-Heinz Brodbeck, Wirtschaftswissenschaftler und Professor an der FH Würzburg, forscht seit 15 Jahren zur buddhistischen Wirtschaftsethik. “Als ich damals zum ersten Mal den Begriff der Gier verwendet habe, haben mich meine Fachkollegen angeguckt, als käme ich vom Mars”, sagt Brodbeck. Der Wissenschaftler warnt vor einfachen Formeln, denn der Buddhismus stamme aus einer Zeit, in der eine Wirtschaft, wie wir sie heute kennen, gerade erst im Entstehen war. Dennoch können wir seiner Meinung nach durch die Reflektion über zentrale buddhistische Perspektiven, beispielsweise die “drei Gifte” Illusion, Gier und Hass, das in der Wirtschaft entstehende Leid besser erkennen und mildern.

Artikel zum Kongress in der taz

Buch-Tipp
Wir sind die Wirtschaft von Kai Romhardt