Aus: Inspirieren statt motivieren!

Wenn wir unsere Bestimmung, Aufgabe und Berufung miteinander in Einklang bringen, dann ist das ein wichtiger Schritt zur Bestätigung und Vertiefung unseres Lebens.

- Lance Secretan, »inspire!«-Autor -

 

28. April 2008

Freude als Antriebsfaktor für die Wirtschaft

Mit der Frühjahrsveranstaltung der Reihe „Drei Jahreszeiten - Wirtschaft im Wandel“ ging das Forum für Wertstifter am vergangenen Sonntag in seine zweite Saison. Initiiert von der Düsseldorfer Kommunikationsberaterin Sabine Raiser hat es sich die Veranstaltungsreihe zum Ziel gesetzt, Menschen zusammenzubringen, die die Wirtschaft verändern wollen. Das Motto der Reihe: „Wirtschaft ist gut, wenn sie Werte stiftet. Ökonomische und ethische.“ Das Frühjahrsevent stand dabei unter dem Leitmotiv: Freude als Impuls für Aufbruch und Aufbau. Als Impulsgeber berichteten der Bielefelder Verleger Joachim Kamphausen von der J.Kamphausen Mediengruppe und Helge Thomas von der Initiative 20 Prozent von ihren Erfahrungen und Ideen, das Antlitz der Wirtschaft zu verändern.

„Es braucht die Offenheit für den Moment. Wir stiften in jedem Moment Werte, weil wir mit unserem Handeln immer auch ein Beispiel geben“, sagt Joachim Kamphausen, der vor 25 Jahren in Bielefeld den Verlag J.Kamphausen gründete, der sich inzwischen zu einer mittelständischen Mediengruppe mit einem Jahresumsatz von rund drei Millionen Euro und 25 Mitarbeitern entwickelt hat. Das Motto des Verlegers: Situationen möglichst gelassen gegenüber treten. Im Verlag arbeitet er nicht mit Stellenbeschreibungen, sondern fragt die Mitarbeiter: Was sind deine Leidenschaften? „Um die Freude im Business aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, Eigenarten zu leben. Dann wird Freude zu einer transformierenden Kraft. Und wenn ich selbst Freude entwickele, werde ich auch von anderen getragen“, so Joachim Kamphausen.


Christiane Amini, Helge Thomas, Joachim Kamphausen und Sabine Raiser (v.l.n.r.) im Gespräch über die Freude in der Arbeitswelt.

Auch für Helge Thomas, Mitbegründer der Initiative 20 Prozent, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Selbstständigen-Anteil in der deutschen Wirtschaft bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen (gegenwärtig liegt er bei etwa 10 Prozent), ist Freude der wichtigste Antriebsfaktor im Business. „Warum unterscheiden wir zwischen Beruf und Leben und schreiben damit die 70 Prozent unserer Lebenszeit, die wir mit Arbeit verbringen, einfach ab?“, fragt Thomas kritisch. Für den überzeugten Selbstständigen hängt Freude dabei eng von der Freiheit ab, die man im Arbeitsleben hat. Dass nur wenige Arbeitnehmer sich diese Freiheit wirklich nehmen, liegt seiner Meinung an einer typisch deutschen Versorgungsmentalität. Dem halten Thomas und seine 20 Prozent-Mitstreiter entgegen, dass es bereits viele Unternehmer gebe, die mit ihrem Wirken die Wirtschaft aus eigenem Antrieb verändern. „Alternatives Denken ist auf dem Vormarsch“, macht Thomas den Unzufriedenen Mut, ihr eigenes Ding durchzuziehen. Denn: „Jedes Sollen verhindert ein Wollen.“

Weitere Informationen zum Forum für Wertstifter und der Veranstaltungsreihe “Drei Jahreszeiten - Wirtschaft im Wandel”

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