Aus: Inspirieren statt motivieren!

Wenn wir unsere Bestimmung, Aufgabe und Berufung miteinander in Einklang bringen, dann ist das ein wichtiger Schritt zur Bestätigung und Vertiefung unseres Lebens.

- Lance Secretan, »inspire!«-Autor -

 

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2. November 2009

Drei Jahreszeiten: Gestaltung braucht Macht UND Liebe

„Erfolg hat viele Mütter und Väter: Wissen und Macht , Liebe und Leidenschaft, Geld und Kontakte oder auch das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Idee zu haben“, so die Düsseldorfer Kommunikationsberaterin Sabine Raiser. Mit dem von ihr vor drei Jahren gegründeten Salon „Drei Jahreszeiten – Wirtschaft im Wandel“ verfolgt sie das Ziel, einen Raum zu schaffen, Wirtschaft konstruktiv neu zu denken. „Es geht darum, Impulse zu streuen. Aus unterschiedlichen Denkansätzen und Wertesystemen. Das kann das Hinterfragen von Paradigmen sowie das Auflösen vermeidlicher Widersprüche erleichtern. Wenn nötig und gewollt. Im besten Falle mit dem Ziel, anschließend bewusster, vielleicht wertstiftender zu handeln“, beschreibt sie die Intention der Veranstaltung. Und so stehen bei den „Drei Jahreszeiten“ immer wieder Themen auf der Agenda, die einen unkonventionellen Blick auf scheinbar Vertrautes eröffnen und gängige Paradigmen hinterfragen. Das Herbst-Event Anfang November widmete sich so der Frage, wie aus der Versöhnung von Macht und Liebe eine neue Führungskunst erwachsen kann.

Das Foto zeigt Barbara v. Meibom, Sabine Raiser und Martin Münch (v.l.n.r.). Foto: Renate Resch ©

Wie sehr allein der Gedanke, zwei solche, zumeist als unvereinbar empfundene Pole zu vereinen, zu neuen Denkbewegungen reizt, illustrierte der Pianist Martin Münch, der mit Stücken von Ravel und Debussy einen Spannungsbogen aufbaute, der Widerspruch und Reibung greifbar werden ließ. Wo die Seele von den Klängen berührt und teils verwirrt wurde, war es an der Impulsgeberin Prof. Dr. Barbara v. Meibom, Autorin des Buches Spirituelles Selbstmanagement, zwischen den gefühlten Rissen neue Synthesen zu wagen. „Macht wird häufig verstanden als ein Durchsetzen des eigenen Willens und darüber verkennen wir ihre positive Gestaltungskraft, denn es gibt keine Gestaltung unserer Verhältnisse ohne Macht“, machte die Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin klar. Wenn man Macht in diesem Sinne als Lebensenergie begreife, eröffne sich eine neue Perspektive, denn verbunden mit der Liebe fließe diese Energie zum Wohle des Ganzen. Liebe als Nächstenliebe, selbstlose Liebe, als Empowerment, zur eigenen Kraft zu finden bilde den Urgrund des Seins, so v. Meibom. „Spirituell betrachtet sind wir alle ein Ausdruck Gottes. Wir dürfen uns in anderen erkennen und müssen neue Wege des Zusammenlebens finden“, meint die Beraterin. Und gerade hier wird deutlich, warum Macht die Liebe braucht, ja ohne sie eigentlich gar nicht wirksam ist, denn wahre Mächtigkeit entsteht nie im isolierten Einzelnen, sondern Bedarf immer des Resonanzraumes der Anderen.

Das Zurückweichen vor der Liebe als natürlicher Reflex – „Liebe macht Angst, weil wir unsere Schutzmechanismen ablegen“ – ist Ursache vieler gesellschaftlicher Verwerfungen. Seien es Killerspiele, Renditedruck und Ausbeutung im Business oder der sich abzeichnende Klimawandel, der durch egoistische Konsummotive befeuert wird – wo die Liebe fehlt, wird die isoliert verstandene Macht leicht zur globalen Ohnmacht. „In einer neuen Führungskunst können wir Macht und Liebe versöhnen, indem ich dem Leben diene“, formuliert Barbara v. Meibom die Zukunftsvision für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik und propagiert ein „Business for Life“, das das Zusammenleben erleichtert – „und das fängt bei jedem Einzelnen von uns an“.

Den vollständigen Vortrag von Barbara v. Meibom können Sie hier anhören oder herunterladen.

 
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Weitere Informationen:
www.drei-jahreszeiten.de