19. Januar 2010
Auf dem Weg zu einer neuen Wir-Kultur
(nar) „Wie sieht eine Welt aus, in der wir morgens aufwachen und wissen, dass es nur einem Menschen unter fast sieben Milliarden nicht gut geht? Und in der wir auch gleichzeitig alles Erforderliche geben würden, damit auch dieser Mensch seinen Platz im Leben findet?“, fragt der spirituelle Lehrer Thomas Hübl, der im Zuge seiner Arbeit die große Vision verfolgt, zur Entwicklung einer neuen Wir-Kultur beizutragen. In der Wirtschaft regiert nach wie vor eher der Egozentrismus, und das, obwohl immer mehr Ökonomen einsehen, dass das Business vor allem vom Vertrauen lebt. Zahlreiche Studien belegen, dass Geschäfte immer dann am besten und effektivsten funktionieren, wenn die daran Beteiligten sich einer gemeinsamen Ethik verpflichtet fühlen. In einem Beitrag für das anthroposophische Magazin info3 (erscheint im Februar 2010 in der Druckausgabe) widmet sich »inspire!«-Autorin Nadja Rosmann der Frage, wie der Weg zu einer Wir-Kultur aussehen könnte, der hier einen neuen Orientierungsrahmen schafft. Am Beispiel der Impulse des amerikanischen Soziologen Amitai Etzioni, der im Dezember 2009 den Meister Eckhart Preis der Identity Foundation verliehen bekam, und im Kontext der Gedanken von Rudolf Steiner, zeigt der Beitrag, dass Gemeinschaftsbezüge eine ganz natürliche Entwicklung im Rahmen menschlicher Bewusstseinsevolution ist, die sich längst vollzieht. „Was wir jetzt suchen müssen, ist die Erweiterung dieser Gemeinschaft, die allumfassende Gemeinschaft. Der Hauptgrund, warum wir den Bereich unserer Identität erweitern müssen, liegt darin, dass technologische und ökonomische Prozesse globalisiert wurden und unsere moralischen und politischen Institutionen nicht mit der Entwicklung der ökonomischen und technologischen Kräfte Schritt halten. Eigentlich befinden wir uns während der gesamten Geschichte seit der Moderne immer in einer Art Aufholjagd“, konstatiert Amitai Etzioni, nicht zuletzt im Hinblick auf die großen globalen Herausforderungen wie Terrorismus, Massenarbeitslosigkeit oder Klimawandel. Welche Anregungen dazu die Soziologie liefern kann und warum es wahrscheinlich ist, dass eine spirituelle Perspektive hier eine tragende Rolle spielt, können Sie in der Online-Version des Artikels auf der info3-Webseite nachlesen.